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Wie man ein Buch vermarktet (Teil II)

Wieso fällt eigentlich allen anderen Leuten ständig was ein, was sie posten und bloggen und twittern könnten, und mir nicht? Das ist voll unfair! Vor allem, weil mein Agent ja meinte, ich sollte im Internet aktiver sein. Aus meinem „neuen wöchentlichen Blog“ ist gleich mal ein eher monatlicher geworden, und ich habe auch das Gefühl, dass Facebook langsam nervös wird, weil ich mein Profilbild schon so lange nicht mehr aktualisiert habe.  Ich bin daher gerade mal mein Handy durchgegangen, ob ich am Feiertag nicht doch interessante Fotos gemacht habe, aber das Ergebnis war niederschmetternd: Ich habe eine Pfütze fotografiert, in der sich Bäume spiegeln (das Bild ist dazu noch richtig Scheiße geworden), zwei Torten und eine Pflanze, die aus einer Mauer wächst. Die Pflanze ist irgendwie cool, weil sie unter solchen extremen Bedingungen gedeiht, und zuerst dachte ich, an dem Foto fehlt mir trotzdem irgendwie der persönliche Bezug. Aber dann ist mir eingefallen, dass die Pflanze ja fast schon ein Sinnbild für mein Problem ist: Die Mauer stellt meine Fantasielosigkeit im Hinblick aufs Posten dar und die Pflanze ist die Hoffnung, dass doch gelegentlich etwas Buntes herauswächst … Hach ja. Habe das ganz feste Gefühl, das jetzt alles anders wird … :-).  Oder, um es mit Lessing zu sagen, ganz frei nach den letzten Sätzen aus Minna von Barnhelm: Über zehn Jahr‘ ist Sie ein Influencer – oder offline!